Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Prostitution in Jugendheimen

Der Fall einer mutmaßlich vergewaltigten 13-Jährigen an Heiligabend in Palma löst nun eine Debatte um die Zustände in Jugendheimen aus. Auch die Staatsanwaltschaft auf Mallorca hat nun Ermittlungen eingeleitet, wie in einer Pressemitteilung am Mittwoch bestätigt wurde. Grund seien die Berichte über Drogenhandel und Prostitution in den Jugendeinrichtungen, die vom Sozialinstitut IMAS betreut werden. Bei dem Mädchen, das die Debatte auslöste, soll es sich um ein Heimkind gehandelt haben. Sie soll von mehreren Jugendlichen zum Geschlechtsverkehr gezwungen worden sein. Weitere Ermittlungen der Polizei ergaben, dass es sich hierbei wohl nicht um einen Einzelfall gehandelt habe. Mindestens 15 Mädchen und ein Junge sollen in Fälle von Zwangsprostitution in Zusammenhang mit den Jugendheimen verwickelt sein. Mehrere Sozialarbeiter gaben an, von einigen Fällen gewusst und sie bereits dem Institut IMAS gemeldet zu haben. Bis auf zwei Fälle, bei denen die Minderjährigen in Heime aufs Festland verlegt wurden, sei allerdings bislang nichts passiert.

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