Stromanbieter Mallorca

Bares Geld sparen durch Stromanbieterwechsel
Sobald die monatliche Stromrechnung in den Briefkasten flattert, wird bei so manchem Stromkunden ein ungutes Gefühl angesichts der anfallenden Kosten einsetzen. Und so mancher wird sich wünschen, im nächsten Monat weniger Geld für Strom ausgeben zu müssen. Das Naheliegenste ist da, weniger Strom zu verbrauchen. Alte Geräte durch neue, sparsamere ersetzen, Glühbirnen mit LEDs austauschen und insgesamt sparsamer leben ist sicherlich ein guter Weg, um die eigene Stromrechnung zu senken und gleichzeitig etwas für die Umwelt zu tun. Aber nicht nur durch einen gesenkten Stromverbrauch, sondern auch der Wechsel des Stromanbieters bietet in vielen Fällen ein enormes Sparpotential.

Liberalisierung des Strommarktes
Möglich macht dies eine Änderung der Gesetzeslage vor einem Jahr. Bis vor kurzem wurde der Strommarkt in Spanien noch stark reguliert, Wettbewerb war nur sehr begrenzt oder gar nicht möglich. Ende 2018 wurde die Regelung liberalisiert, seitdem gibt es auch auf Mallorca deutlich mehr Flexibilität bei der Festlegung der vertraglich vereinbarten Stromleistung. Ehemalige Monopolisten wie der Stromriese Endesa werben nun mit einer Auswahl unterschiedlicher Tarife. Verbraucher haben seit einem Jahr die Wahl und sollten sich nicht scheuen, von diesem Gebrauch zu machen, denn oft beziehen sie ihren Strom zu schlechten Konditionen. Inzwischen haben zwei Drittel der Stromkunden auf den Balearen einen der neuen, liberalisierten Tarife. Wenn man den Anbieter wechseln will, sollte man erst überprüfen, ob man eventuell schon dazugehört, oder ob man seinen Strom noch über den regulierten Markt, den Standarttarif PVPC (Precio voluntario al pequeño) bezieht. Dieser Tarif wird quartalsweise staatlich festgelegt und ist an den Vermerken „Endesa Energía XXI“ und „tipo de contrato: PVPC“ auf der Stromrechnung zu erkennen. Häufig stiftet die Rechnung allerdings auch Verwirrung, denn Endesa tritt nicht nur als Energieversorger, sondern auch als Vertriebsfirma auf. Insgesamt gibt es drei Varianten: Entweder man bezieht den regulierten Tarif von Endesa (PVPC), einen liberalisierten Tarif von Endesa (sie heißen „One“ oder „Tempo“) oder den Tarif eines Mitbewerbers, bei dem der Strom allerdings auch von Endesa angeliefert wird. Wer den Stromtarif wechseln will, kann sich entscheiden, ob er bei Endesa bleiben oder gleich den Anbieter wechseln will.

Benötigte Leistung bestimmen
Nun stellt sich die Frage, welcher Tarif am besten passt. Um die Angebote richtig vergleichen zu können, ist es sinnvoll, erst einmal die benötigte Stromleistung zu bestimmen. Denn ein Großteil der Stromrechnung entfällt auf die Fixkosten. Wenn man die vereinbarte Stromleistung senken kann, lässt sich an dieser Stelle viel Geld sparen. Dabei sollte man allerdings darauf achten, dass die Stromleistung nicht so niedrig angesetzt wird, dass bei der gleichzeitigen Nutzung mehrerer Geräte die Sicherung herausspringt. Mit der Umstellung auf digitale Stromzähler entfallen nun auch die Sprünge von einer Zahl auf die andere, die Leistung kann bis auf die Dezimalstelle genau festgelegt werden. Um die tatsächlich benötigte Stromleistung zu bestimmen, sollte man sich darüber im Klaren werden, welche stromintensiven Geräte maximal gleichzeitig in Betrieb genommen werden sollen – hierzu zählen vor allem Haushaltsgeräte wie Waschmaschine, Klimaanlage, Backofen und Trockner.  Die Messung ihrer Werte gelingt besonders leicht mithilfe eines smarten Stromzählers. Vor allem bei alten Verträgen sollte man in Sachen Leistung ganz genau hinsehen. Viele moderne Geräte arbeiten heute energieeffizienter als noch vor ein paar Jahren, Glühlampen wurden gegen LEDs getauscht und brauchen insgesamt weniger Strom und weniger Leistung.

Sparen durch Nachtstrom
Auch die Postleitzahl und den geschätzten Jahresverbrauch sollte man zur Hand haben, wenn man Tarife miteinander vergleichen möchte. Mit Online-Vergleichsrechnern kann man sich über diese Eckdaten auch einen Überblick über die Angebote verschiedener Anbieter verschaffen. Eine spezielle Möglichkeit zu sparen bietet ein sogenannter Nachtstrom-Tarif. Im Unterschied zu einem gewöhnlichen 24-Stunden-Pauschaltarif kann mit dem Nachtstrom gespart werden, wenn mehr als 25 Prozent des Energieverbrauchs im sogenannten „período valle“ anfallen. Darunter versteht man die Zeit zwischen 22 und 12 Uhr im Winter und zwischen 23 und 13 Uhr im Sommer. Mit etwas Planung kann man so Geräte wie Pool-Umwälzpumpe und Waschmaschine bewusst in diesem Zeitraum laufen lassen. Diese „tarifa con discriminación horaria“ sind nach Einschätzung von Verbraucherschützer ein unterschätztes Sparpotential, die man in jedem Fall in seine Überlegungen mit einbeziehen soll.

Beraten lassen
Möchte man den Anbieter wechseln, meldet man sich mit den Daten aus der Stromrechnung auf der Website des neuen Anbieters an. Die restliche Organisation übernimmt dann der neue Stromzulieferer. Wer sich nicht sicher ist, ob und wie ein Anbieterwechsel bei ihm am besten funktioniert, der sollte sich beraten lassen. Auch Endesa selbst bietet inzwischen einen Tarifvergleich an. Kunden können ihre Rechnung per Mail an den Stromanbieter schicken, um eine Empfehlung für den passenden Tarif zu erhalten. Auch andere Anbieter bieten Services rund um die richtige Tarifwahl an. Außerden können auch externe Berater auf die Daten des Stromzählers zugreifen, ihre Provision orientiert sich an dem tatsächlichen Sparpotential des Kunden. Hilfe gibt es auf der Seite von Endesa, vergleichen lassen sich die Tarife über den OCU-Vergleichsrechner oder den Rechner der Energiekommission.

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