- Anzeige -

Teil 2: Die schönsten Bademöglichkeiten im Westen und Südwesten Mallorcas

Sommer – Zeit für Badeausflüge und Strandtage. Geheimtipps und einsame Strände gibt es in Zeiten von Internet und GPS auf Mallorca nur noch sehr selten. Einige Buchten haben sich ihre Ursprünglichkeit aber bewahren können. Wir stellen sie in einer kleinen Reihe vor. In dieser Ausgabe: der Westen und Südwesten der Insel – angefangen bei Palma. Neben der Partymeile der Insel an der Platja de Palma finden wir sogar dort auch ruhigere Ecken, benachbarte Familienstrände und kleine, versteckte Felsbuchten.

Ciutat Jardí
Der Strand von Palmas hippen Vorort ist ein guter Kompromiss für alle, die gerne in der Nähe der Inselhauptstadt bleiben wollen, aber nicht unbedingt an die Platja de Palma möchten. Es sind hauptsächlich die Städter, die hier zum Feierabend vorbeischauen. Das Ambiente ist entsprechend in den Abendstunden besonders angenehm. Hinzu kommt der traumhafte Blick auf die Silhouette der Kathedrale, hinter der langsam die Sonne versinkt. Die Infrastruktur am Strand von Cuitat Jardí ist sehr gut. Zwar gibt es keinen Parkplatz direkt am Strand, die Nebenstraßen bieten aber viele Möglichkeiten zum Parken. Rettungsschwimmer kümmern sich im Sommer um die Sicherheit der Badegäste. Es gibt Duschen, Toiletten und einen behindertengerechten Zugang. Ein separater Bereich des 450 mal 35 Meter großen Sandstrandes ist für Wassersportarten aller Art reserviert. Der Strand fällt nur mäßig ab und ist deswegen auch gut für kleinere Kinder geeignet. Es gibt einige Restaurants (auch in zweiter Linie) und einen modernen Spielplatz direkt am Strand.

Ciutat Jardi

Calo de la Bella Dona
Die Bucht der schönen Frau, wie sie auf Deutsch heißen würde, befindet sich im Gemeindegebiet von Calvia. Die meisten Buchten in Calvià sind Felsbuchten.
Sandstrände sind eher selten. Die Caló de la Bella Dona ist einer dieser Sandstrände mit feinen, weißen Sand und nur vereinzelten Steinen. Unter den Einheimischen wird die Bucht gerne “das Juwel” genannt und ebenso behütet. Der Zugang liegt versteckt an einer Kreuzung der Avenida Joan Miró in der Siedlung Sol de Mallorca. Von dort geht es zu Fuß über einen kurzen Betonweg und später einige Treppen nach unten. Man kann direkt an der Straße parken, circa 10 Minuten vom Strand entfernt. Der Strand der Bella Dona ist nicht sehr groß. Er misst 40 mal 10 Meter, ist jedoch in der Regel nur mäßig besucht. Dafür muss man aber auf zusätzlichen Luxus verzichten: Es gibt weder Rettungsschwimmer, noch Duschen, WCs oder Verpflegungsmöglichkeiten. Einzig einige Mülleimer stehen im Sommer dort. Wenn möglich, sollte der eigene Müll aber wieder mitgenommen werden. Von Palma aus fährt der Stadtbus 107 bis zur Haltestelle Sol de Mallorca.

Cola de la Bella Dona

Punta Negra
Die Punta Negra ist eine kleine Halbinsel, an der es gleich zwei Bade-buchten gibt. Eine die sich nach Osten öffnet, die andere nach Westen. Sie liegt zwischen Palmanova und Portals Nous und ist ebenfalls nur mäßig besucht. Leider ist der Zugang etwas kompliziert, weil ein Hotelkomplex weite Teile der Küste für sich in Anspruch nimmt. Vor längerer Zeit verschloss ein Eisenzaun den Zugang ganz und gar für Nicht-Hotelgäste. Diese Praktik wird gerne angewandt. Deswegen ist es wichtig zu wissen, dass es das Konzept der Privatstrände auf Mallorca nicht gibt. Das Eisentor steht mittlerweile offen und darf passiert werden. Trotzdem schaffen es nur wenige Badegäste an die kleinen Sandstrände. Der Zugang ist nur über die Klippen möglich, immer am Hotelgrundstück vorbei. Auch hier muss man auf Extras wie Restaurants und Rettungsschwimmer verzichten. Allerdings lohnt sich ein Besuch im Restaurant des Hotels H10 Punta Negra durchaus. Dafür kann man das Auto aber zu Hause lassen und mit den Buslinien 104, 106 und 107 ab Palma bis zur Haltestelle Punta Negra fahren.

Punta Negra

Camp de Mar
Ungefähr vier Kilometer von Andratx entfernt, am Fuß des Gebirgszuges des Cap de Andritxol liegt der Sandstrand von Camp de Mar. Der Ort mit gleichem Namen entstand als Touristenkomplex, hat sich aber ein idyllisches und familiäres Ambiente bewahrt. In den Sommermonaten sind häufig verschiedene Prominente zu sehen, die Privatsphäre, Ruhe und die Landschaft ebenso genießen, wie andere Urlauber. Der Hingucker am Strand ist zweifellos die kleine Insel, die nahe an der Küste liegt. Auf ihr befindet sich ein Restaurant, das vor allem für seine Paella berühmt ist. Restaurant und Insel sind über einen kleinen Holzsteg vom Strand aus zu erreichen. Ein sehr beliebtes Fotomotiv. Für den Urlauber bleiben am Strand von Camp de Mar kaum Wünsche offen. Es gibt Duschen und WCs, Parkplätze und eine kleine Strandbar. Rettungsschwimmer halten das Geschehen auf dem 150 mal 80 Meter großen Areal im Auge. Für die Kinder gibt es einen netten Spielplatz und viele Wassersportmöglichkeiten.
Der Strand ist barrierefrei. In der Nähe befindet sich außerdem ein Golfplatz und zahlreiche Wandermöglichkeiten. Von Camp de Mar werden auch Bootsausflüge nach Dragonera angeboten. Erreichbar ist auch dieser Strand mit dem Stadtbus der Linie 102.

Camp de Mar

Cala Deià
Die Cala Deià ist eine kleine, idyllische Felsbucht mit kristallinem Wasser, die geschützt zwischen den Bergen des Tramuntanagebirges und den Felsen am Meer liegt. Sie ist kein typischer Mallorca-Strand: Es gibt hier weder Sand, noch andere touristische Bequemlichkeiten. Dafür aber zwei Möglich-keiten zur Einkehr, beide mit sehr gutem Ruf. Parken ist direkt am Strand gegen Gebühr möglich. Sowohl der Ort als auch der Strand sind sehr touristisch. Weshalb es auf der Fläche von 70 mal 6 Metern schnell sehr
eng werden kann. Viele Badegäste weichen dann auf die Felsen aus. An einem dieser Felsen führen Treppen ins Wasser. Besonders Waghalsige versuchen sich hier beim Klippenspringen. Uns gefällt vor allem die Aussicht und die entspannte Atmosphäre vor Ort. Die Bucht eignet sich allerdings weniger als Strand für einen ganzen Tag, sondern mehr als Badestopp mit gemütlichem Mittagessen. Wer nicht mit dem Auto anreisen möchte, kann die Buslinie 210 nutzen, die regelmäßig zwischen Palma und Port de Sóller verkehrt.
Damaris Weiss www.mallorcafuerkinder.de Fotos: Diego Blanco

- Anzeige -