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Teil 3: Die schönsten Bademöglichkeiten im Norden Mallorcas

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Sommer – Zeit für Badeausfl üge und Strandtage. Geheimtipps und einsame Strände gibt es in Zeiten von Internet und GPS auf Mallorca nur noch sehr selten. Einige Buchten haben sich ihre Ursprünglichkeit aber bewahren können. Wir stellen sie in einer kleinen Reihe vor. In dieser Ausgabe: Der Norden Mallorcas, mit Buchten zwischen massiven Gebirgszügen und weitläufigen Stränden für Familien.

Cala Sant Vicenç
Den nördlichsten Punkt unserer Strandtour markiert der kleine Ferienort Cala Sant Vicenç. Er punktet vor allem mit einer eindrucksvollen Kulisse. Inmitten der schroff en Küste und mit Blick auf das imposante Gebirgs-massiv der Halbinsel Formentor fi nden wir hier drei kleine Sandstrände und zwei Felsbuchten. Die Strände Cala Barques und Cala Molins überzeugen vor allem mit Service und Komfort. Beide sind im Besitz der Blauen Flagge und barrierefrei zu erreichen. Leider sind sie im Sommer auch entsprechend stark frequentiert. Wer auf Extras wie Toiletten, Duschen und Bars verzichten kann, fi ndet in der Cala Clara ein wenig mehr Ruhe. Vor allem junge Leute gehen jedoch lieber in die kleine Felsbucht  El Maressar, um dort von den Klippen zu springen. Im Sommer werden die Strände der Cala Sant Vicenç oft von Quallen heimgesucht. Es ist deswegen wichtig die Sicherheitsinformationen der Rettungsschwimmer immer im Auge zu behalten. Im Ort gibt es viele Parkmöglichkeiten in Strandnähe. Der Badeort ist allerdings auch mit dem Bus aus Pollença (TIB 345) und Can Picafort (TIB 355) zu erreichen

Platja de Formentor
Der Strand von Formentor liegt sehr idyllisch auf halber Strecke zum Leuchtturm zwischen den beeindruckenden Bergen der Halbinsel. Der Sandstrand ist genau einen Kilometer lang, zwar etwas schmal, aber mit Pinienbäumen im Hinterland, die viel natürlichen Schatten spenden und das (teure) Mieten der angebotenen Sonnenschirme überfl üssig machen. Der Einstieg ins Wasser ist sehr seicht, der Strand touristisch erschlossen und sauber, die Bucht durch ihre Lage windgeschützt. Die besten Voraussetzungen für Familien.
Die Anfahrt zum Strand führt über die kurvenreiche Straße, die Port de Pollença mit dem Leuchtturm verbindet. Im Sommer ist diese Straße so stark befahren, dass sie zum Teil gesperrt wird. Eine individuelle Anfahrt bis zum Strand von Formentor ist theoretisch möglich. Die Park-möglichkeiten direkt am Strand sind allerdings nur spärlich und zu horrenden Preisen vorhanden. Wir empfehlen die Nutzung des Busses L353, der regelmäßig zwischen dem Hafen von Pollença und dem Cap de Formentor verkehrt. Wer eine noch ausgefallenere Anfahrt bevorzugt, kann eines der vielen Ausfl ugsschiff e an den Häfen von Alcúdia und Pollença zum Strand von Formentor buchen.

S’Illot
Nur knapp 5 Kilometer von Alcúdia entfernt befi ndet sich auf der Halbinsel Victoria die kleine, steinige Bucht S’Illot. Den Namen hat sie von einer kleinen vorgelagerten Insel, die man vom Ufer aus durch das Wasser laufend erreichen kann. Obwohl der Strand steinig ist und zum Baden unbedingt Badeschuhe nötig sind, ist dieser Strand für Kinder ein regelrechter Abenteuerspielplatz. Neben der zu erforschenden Insel gibt es eine kleine Höhle direkt am Meer, die leicht erklettert werden kann.Um den Strand herum gibt es ein weitläufiges, eingezäuntes Areal, auf dem viele Picknicktische unter Pinienbäumen zu finden sind. Auf der anderen Seite der Straße befindet sich eine Jugendherberge, die allerdings gerade wegen nicht eingehaltener Sicherheitsbestimmungen geschlossen wurde. Alternativ gibt’s in der Nähe auch einen Campingplatz. Direkt neben dem Strand befindet sich ein kleiner Parkplatz, eine Bar mit Blick auf die Halbinsel Formentor und eine Toilette. Gelegentlich trifft man hier auch die eine oder andere Bergziege an. Mit dem Bus 356B gelangt man von Alcúdia nur bis zur Siedlung Mal Pas / Bon Aire. Von dort sind es circa 30 Minuten zu Fuß bis zum Strand.

Coll Baix
Ein Strand für alle Naturliebhaber ist Coll Baix. Er liegt circa 12 km von Alcúdia entfernt und kann nur mit Auto und über einen 20-minütigen Fußweg erreicht werden. Der finale Abstieg ist sogar etwas kompliziert, was diesen Strand nur für trittfeste Besucher mit festen Schuhen gangbar macht. Dafür ist man hier inmitten der hohen Klippen aber auch fast allein. Nur einige wilde und forsch in den Taschen nach Nahrung suchende Ziegen stören eventuell. Der Sand an der Coll Baix ist grobkörnig und dunkel, das Wasser sehr klar und tief. Besonders eindrucksvoll ist dieses Naturparadies auch vom Meer aus anzusehen. Für all jene, die sich den Weg durch die Pinien nicht zutrauen, kommt ein Bootsausflug mit Ankerpause in der Bucht infrage. Am Strand gibt es keine touristischen Infrastrukturen.

Platja de Muro
Weitaus unkomplizierter ist der Besuch des Strandes von Muro. Er hat mit über 5 km die längste zusammenhängende Sandfläche im Norden der Insel und mehr als genug Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Strandnähe. Der Strand ist in vier Abschnitte eingeteilt. Der erste, nördlichste Bereich hat das umfangreichste touristische Angebot und die meisten Freizeit-möglichkeiten. Dafür ist er aber auch dementsprechend stark besucht. Weniger hektisch geht es ab Sektor drei zu. Dort achten zwar noch Rettungsschwimmer auf die Sicherheit, einen Liegenverleih gibt es hier jedoch nicht. Direkt am Meer beginnt der Bereich des Naturparks von Albufera. Auf der gesamten Länge des Strandes, außer in Sektor drei, gibt es in kurzen Abständen Strandbars und Restaurants in erster Meereslinie. Duschen und Toiletten sind nur im zweiten Strandabschnitt vorhanden. Es gibt viele Wassersportangebote und an der Mole zwischen Sektor I und II Möglichkeiten um Bootsausflüge zu buchen. Obwohl der Strand von Muro einen flachen Wassereinstieg hat und durch die vorhandenen Strukturen als kinderfreundlich gelten kann, ist etwas Vorsicht geboten: Trotz Überwachung können die Strömungen sehr gefährlich werden. Erreichbar ist die Platja de Muro mit Bussen aus fast allen Teilen der Insel.
Damaris Weiss www.mallorcafuerkinder.de Fotos: Diego Blanco, Damaris Weiss


TIPPS
Weitere Strände im Norden Mallorcas
Cala Castell
Weitläufiger Sandstrand nördlich von Pollença. Nur über eine 8 km lange Wanderung und mit Genehmigung des Tourismusbüros von Pollença zu erreichen.
Cala Figuera
Kleine, sehr klare Felsbucht in der Nähe des Leuchtturms von Formentor. Durch einen versteckten Abstieg nur wenig frequentiert.
Platja de Sant Joan
Kleiner, leicht erreichbarer Sandstrand in der Nähe von Alcúdia auf der Halbinsel Victoria.
Platja de l’Alcanada
Schmaler Steinstrand in gleichnamiger Ortschaft, im Gemeindegebiet von Alcúdia. Bekannt für die vorgelagerte Insel mit Leuchtturm.
Na Patana
Wenig frequentierter Sandstrand circa 2 km von Can Picafort entfernt und nur fußläufig erreichbar.
Son Serra de Marina
Sandstrand mit guter Verkehrsanbindung und grundlegenden touristischen Infrastrukturen. Keine Schattenplätze.

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