- Anzeige -

Teil 4: Die schönsten Bademöglichkeiten im Nordosten Mallorcas

Sommer: Zeit für Badeausflüge und Strandtage. Geheimtipps und einsame Strände gibt es in Zeiten von Internet und GPS auf Mallorca nur noch sehr selten. Einige Buchten haben sich ihre Ursprünglichkeit aber bewahren können. Im letzten Teil dieser Reihe besuchen wir den Nordosten Mallorcas, wo wir noch einmal die gesamte Vielfalt der Insel entdecken können.

Cala Torta
Lange Zeit galt der Naturstrand in der Nähe von Artà als echter Geheimtipp. Ein Platz, an dem sich Einheimische und Romantiker trafen. Mittlerweile ist er vor allem in den Sommermonaten und an den Wochenenden etwas voll. Aber immer noch ruhiger als die Urlaubsorte in der Umgebung. Obwohl sich Cala Ratjada ganz in der Nähe befi ndet, fühlt man sich zwischen Wasser, Felsen und grünen Hügeln weit weg von jeglicher Zivilisation. Bis vor kurzem gab es an dem breiten Sandstrand, der bis zu 150 Meter ins Hinterland reicht, eine kleine Strandbar. Diese musste im Juli jedoch schließen. Jetzt ist der einzige Luxus ein Parkplatz in Strandnähe. Die Anfahrt dorthin ist jedoch sehr abenteuerlich. Cala Torta lockt ein breites Publikum an. Sowohl Naturliebhaber als auch Schnorchler kommen auf ihre Kosten. Wenn kein
Badewetter herrscht, bietet sich das Umland zum Wandern an. Familien sollten ihre Kinder immer im Auge halten, auch wenn im Sommer ein Rettungsschwimmer vor Ort ist. Allerdings wird es im Wasser sehr schnell tief und manchmal herrschen gefährliche Strömungen.

Cala Agulla
Unweit von Cala Rajada finden wir die weitläufi gste Sandfl äche in der Region um Capdepera. Der in einem Naturschutzgebiet gebettete Strand liegt landschaftlich sehr schön und bietet viel
touristischen Komfort. In Strandnähe kümmern sich mehrere Restaurants und Strandbars um das leibliche Wohl der Besucher. Auf Sonnenschirme und Liegen muss man an der Cala Agulla nicht verzichten. Sie werden am Strand vermietet. Natürliche Schattenplätze gibt es aber auch am Rand des Strandes unter den Kieferbäumen. Von dort kann man Spaziergänge in das im Hinterland liegende Naturschutzgebiet unternehmen. Wer es aktiver mag, kann sich beim Volleyball, Stand Up Paddle und Kajak sportlich betätigen. Eher um Spaß als Sport dreht es sich beim Tretbootverleih und den Bananenbootfahrten. Noch aufregender ist nur die Felsformation an der Küste, die sich El Crocodilo nennt, und mit viel Fantasie auch als Krokodil erkannt werden kann. Geparkt werden kann in der Cala Agulla auf einem großen, aber kostenpflichtigen Parkplatz unweit vom Strand entfernt.

Canyamel
Am Fuße der spektakulären Höhlen von Artà liegt der Ort Canyamel mit dem gleichnamigen Strand. Die Gegend ist touristisch geprägt, allerdings auch so weitläufig, dass sich alles gut verläuft und man nie den Eindruck von Enge gewinnt. Als beliebtes Urlaubsgebiet verfügt der Strand von Canyamel über ein gutes touristisches Angebot. Das fängt bei den Duschen und Toiletten in Strandnähe an und reicht über die Präsenz von Rettungs-schwimmern bis hin zu Liegen- und Sonnenschirmverleih. In einer Vielzahl von Strandlokalen findet man ein gutes gastronomisches Angebot. Dafür sind die Wassersportmöglichkeiten ein wenig bescheiden. Wem der Rummel zu viel wird, kann sich im südlichen Teil des Strandes niederlassen. Dort spendet ein Kiefernwäldchen natürlichen Schatten. Die Sandfläche ist hier mit Steinen durchsetzt. Ein unter Naturschutz stehendes Waldstück reicht tief ins Hinterland. Canyamel ist mit dem Bus leicht aus Artà, Cala Ratjada und Pollença zu erreichen. Aber auch Autofahrer haben im Ort nicht mit Problemen zu rechnen. Es gibt zahlreiche kostenfreie Parkplätze in den Nebenstraßen.

Platja d’es Ratjolí
Weiter geht es in Richtung Costa de los Pinos, bei Cala Millor. Jedoch gehen wir statt in den touristisch geprägten Ort zu einer gemütlichen Bucht. Der Strand Platja d’es Ratjolí ist sehr klein und außer bei den Einheimischen nicht sehr bekannt. Die Abgeschiedenheit führt auch dazu, dass dieser Strand frei von jeglichem Luxus ist. Verpflegungsmöglichkeiten, Rettungsschwimmer und andere touristische Infrastruktur sucht man hier vergeblich. Dafür findet man aber eine komplett unberührte Sandbucht, die zwischen Felsen und Pinien zwar nur wenig Platz, aber sehr klares Wasser und viel natürlichen Schatten bietet. Parkmöglichkeiten sind in der Nähe der Bucht vereinzelt vorhanden. In der Sackgasse, die zu dem Strand führt, kann das Auto geparkt werden. Die Costa de los Pinos ist fußläufig in zehn Minuten zu erreichen. Von dort fahren im Sommer Busse in alle Teile der Insel.

Sa Coma
Vor allem bei Familien sehr beliebt ist der feinsandige Strand von Sa Coma. Rund um das Wasser finden sich gute Bade- und Urlaubsbedingungen. Das touristische Angebot ist fast komplett. Obwohl es viele Bettenburgen in Strandnähe gibt, sind es vor allem die Strandpromenade und ein schön gestalteter Park vor der Fußgängerzone, der dem Strand Ambiente gibt. In Bezug auf Freizeitaktivitäten und Verpflegungsmöglichkeiten bleiben in Sa Coma kaum Wünsche übrig. Es gibt viele Parkplätze in Strandnähe. Die weitläufige Sandfläche ist im Sommer großzügig mit Liegen und Sonnenschirmen bestückt. Im bewaldeten Bereich findet man jedoch auch natürliche Schattenplätze. Der Bereich wird im Sommer von Rettungsschwimmern überwacht. Der Einstieg ins Wasser ist sehr flach und eignet sich gut für Kinder. Nicht weit entfernt gibt es einen netten Kinderspielplatz. Besonders viel Anklang finden auch die Ausflüge mit den Glasbodenbooten, die hier regelmäßig anlegen. Ruhiger geht es am nordöstlichen Ende des Strandes zu. Hier grenzt das Naturschutzgebiet an, in dem man mit viel Glück frei laufende Pferde sehen kann. Wer ambitioniert genug ist, kann eine kleine Wanderung unternehmen. Felsiger wird der Strand von Sa Coma in den Randbereichen. Dort eignet er sich besonders gut zum Schnorcheln. In der Nebensaison darf man hier auch Windsurfen. Im Sommer muss man sich jedoch mit Tretboot und Bananenboot zufriedengeben.
Damaris Weiss www.mallorcafuerkinder.de
Fotos: Diego Blanco

TIPPS:
Weitere Strände im Nordosten Mallorcas
Cala Na Clara
Versteckte Sand- und Steinbucht hinter dichten Pinienwäldern in der Nähe von Colònia de Sant Père. Atemberaubende Panoramablicke.
S’Arenalet des Verger
Unberührter Naturstrand im Gemeindegebiet von Artà. Nur fußläufig über die Küste oder mit Genehmigung über ein Privatgrundstück zu erreichen.
Font de Sa Cala
Sandstrand zwischen in schöner Lage im Gemeindegebiet von Capdepera. Gutes touristisches Angebot.
Cala Rotja
Kleine Steinbucht in idyllischer Lage in der Nähe von Canyamel, die sich gut zum Schnorcheln eignet.
Cala Millor
Beliebter Ferienort an der Ostküste mit weitläufigem Sandstrand und guten touristischen Infrastrukturen.

- Anzeige -