Spektakuläre Action und Vorbereitung für OlympiaDie Trofeo Princesa Sofía Iberostar feiert in diesem Jahr vom 29. März bis 6. April ihre 50. Auflage. Mit ca. 1000 Seglern aus über 50 Nationen ist die Trofeo eines der größten Events auf den Balearischen Inseln. Bei der wichtigsten Segel-Regatta der olympischen Klassen im Mittelmeerraum treten die schnellsten und wendigsten Serien-Wasserspielzeuge an: Windsurfer, die Einmann-Jollen Laser und Finn, 47er und 49er Zweimann-Jollen und der über dem Wasser schwebende, rasante Katamaran Nacra. Darüber hinaus sind nicht-olympische Klassen möglich – so das traditionelle und immer noch schnelle Drachen-Kielboot, das auf Mallorca als Regatta-Boot sehr beliebt ist

Mixed Teams im Nacra
Welt-Premiere hat die Mixed-Besetzung des 47er, der sonst nur von rein weiblichen oder männlichen Teams gesegelt wird. Gepuscht von der 470er Klassenvereinigung zeigt sich die Trofeo als Trendsetter und unterstützt die zeitgemäße Offensive des Nationalen Olympischen Komitees zur Gleich-stellung der Geschlechter. Es wird der erste Test für die neue olympische Klasse bei den Spielen 2024 in Paris. Noch ist die Startgruppe recht überschaulich. Offenbar deshalb sollen die Mixed Teams innerhalb der Männergruppe gewertet werden. Schon die Einführung des Mixed Teams im Nacra (2-Personen-Kat) zeigte, dass eine spezielle sportliche Herausforderung darin besteht, die richtige Gewichtsbalance zu finden.
Vorbereitung für Tokio 2020
Zunächst schauen die Athleten jedoch nach Tokio 2020: In Vorbereitung auf die olympischen Spiele werden besonders viele Toplevel-Segler aus den segelstarken Nationen erwartet. Spektakulär dabei ist die neue Olympia Klasse der fliegenden Katamarane. Diese Mehrrümpfer sind mit speziell geformten Ruderblättern und Schwertern ausgestattet (sogenannte Foils), welche das gleitende Boot über die Wasseroberläche anheben. Dabei werden enorme Geschwindigkeiten erreicht. Der Nacra war zunächst nur mit gebogenen Schwertern ausgestattet, die ihm einen Extra-Lift bescherten. Nach seinem olympischen Ersteinsatz in Rio 2016 wurde er noch einmal modifiziert und geht jetzt mehr oder weniger als temperamentvolles Flugobjekt an den Start. Da die Segler hier noch einmal beginnen, das Segeln zu lernen, ist im Favoriten-Feld sehr viel Bewegung. Erfahrene, alte Hasen – vornehmlich aus der früheren olympischen Katamaran-Klasse (Tornado) – wittern ihre zweite Chance und messen sich mit den jungen Wilden. So ist bis zum Zusammentreffen der 20 Favoriten-Teams bei Olympia 2020 unabhängig von der internationalen Rangliste noch alles möglich.
Drei Teams aus dem deutschsprachigen Raum
Aus dem deutschsprachigen Raum haben sich 3 vielversprechende Teams für die Nacra-Startklasse gemeldet: Zajac/ Matz (5. der internationalen Rangliste) aus Östereich sowie Kohlhoff/ Stühlemmer (14.) und Polgar/ Werner (25.) aus Deutschland. Während die Östereicher bereits ihr olympisches Ticket bei der Weltmeisterschaft im dänischen Aarhus letzten Jahres sichern konnten, haben es die Deutschen knapp verpasst. Spannung verspricht in den Qualifikationsrunden, dass nur einem Boot pro Nation und Startklasse die Olympiateilnahme gegönnt ist. Vorerst kämpfen die Crews bei der Trofeo Sophía um einen Startplatz für die vorolympische Regatta dieses Jahres in Japan. So treten die Top-6 der Weltrangliste geschlossen auf Mallorca an und Fans können sich auf High-Level-Action freuen. Große Anziehungskraft haben für die Segler auch die her-vorragenden Wetter- und Wasserbedingungen in der Bucht von Palma sowie die tadellose Organisation des Events durch die drei großen Segelclubs der Bucht – Club Náutico Arenal, Club Marítimo San Antonio de la Playa und Real Club Náutico de Palma. Alle Rennen finden zwischen dem 1. und 6. April statt.
Neben dem Wettkampfrummel ist die diesjährige Jubiläumsauflage der Trofeo Sofía mit einem besonderen Begleitprogramm gespickt. Neuigkeiten dazu und zum Sport-Programm werden auf der Regatta-Website bekannt gegeben: www.trofeoprincesasofia.org

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