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Die Lebensgeschichte von Steffen Schmieder hat, wie das Leben bekanntlich auch, zwei Seiten und ist vielleicht symptomatisch für viele ähnlich gelagerte Schicksale auf der „schönsten Insel der Welt“.

Wir erzählen diese Geschichte, damit andere in vergleichbarer Lage den Mut finden, durch Schaffung von wichtigen sozialen Kontakten Einsamkeit und Isolation erst gar nicht aufkommen zu lassen. Steffen Schmieder stammt aus einer Familie, die in vierter Generation als Inneneinrichter die Villen der noblen Münchner Gesellschaft edel und geschmackvoll gestaltete. Steffen jedoch hatte einen Lebenstraum: Er wollte seine Tätigkeit nach Mallorca verlagern und dort sein Erfolgskonzept fortführen. Gedacht – getan. Vor 20 Jahren siedelte er mit seinem Lebenspartner nach Mallorca um und baute hier sein Geschäft erfolgreich auf. Zahlreiche Residenzen der Reichen und Prominenten erhielten durch sein Gespür für Farben und Formen und durch Wahrung traditioneller Details, angereichert mit schickem Neuen, eine ganz spezielle Atmosphäre. Seine Kunden waren begeistert, empfahlen ihn weiter und luden ihn zu ihren Festen ein. Er stand im Mittelpunkt – und genoss diese Seite Mallorcas ausgiebig.

Zwei Schicksalsschläge
Schicksale können grausam sein. Und so kamen zwei traurige Schicksalsschläge zusammen: sein langjähriger Lebenspartner verstarb, gleichzeitig erkrankte Steffen schwer. Schließlich konnte er seinem Beruf nicht mehr nachgehen, die Ersparnisse wurden für aufwändige medizinische Behandlungen benötigt. Steffen erfuhr, was seine ursprünglichen Kontakte menschlich wert waren: niemand wollte noch etwas mit ihm zu tun haben. Kranke Menschen, Menschen mit Behinderungen und schweren Schicksalen sind für die Partygesellschaft uninteressant, ja geradezu „unsexy“. Er musste mit seiner Situation ohne Hilfe zurechtkommen.

HERZTAT hilft
Heute lebt Steffen in einem Pflegeheim und seine finanziellen Mittel sind aufgebraucht. Ein langjähriger Freund wandte sich an HERZTAT, eine Stiftung zur Schaffung von sozialen Kontakten zwecks eines Lebens in herzlicher Gemeinschaft. Ein Ehepaar, beide HERZTAT-Paten und sozial sehr engagiert, nahm Kontakt mit Steffen auf. Die gemeinsamen Stunden taten ihm spürbar gut. Bald stellte sich heraus, dass Steffen, bedingt durch seine Krankheit Parkinson, mehr Bewegung bräuchte. Diese war aber aufgrund von drei schweren Operationen an den Füßen kaum möglich. Helfen würde eine Schwimmtherapie. Doch diese zahlt die gesetzliche Krankenkasse nicht. Die HERZTAT-Paten organisierten einen Pfleger, der Steffen nunmehr einmal pro Woche in ein behindertengerechtes Schwimmbad begleitet. Dort kann Steffen unter Aufsicht schwimmen und genießt sichtlich die Möglichkeit zu schmerzfreier Bewegung. Die Kosten übernimmt die HERZTAT-Stiftung. „Die Aquatherapie tut mir unglaublich gut“ sagt Steffen, „sie ist mir eine große Hilfe. Ich finde, HERZTAT ist eine tolle Idee und sehr wertvoll. Hier stehen nicht materielle Werte im Vordergrund, sondern ich werde als Mensch wertgeschätzt und mein Lebenswerk wird gewürdigt. Ich bin der Stiftung und ihren Paten zutiefst dankbar.“

Kein Einzelfall
Diese Geschichte ist alles andere als ein Einzelfall. Auf Mallorca gibt es eine große Anzahl von Menschen, die aus verschiedensten Gründen allein sind und Gefahr laufen, ohne soziale Kontakte zu vereinsamen. Sie alle wünschen sich nichts mehr, als im besten Alter das Leben genießen zu können. Dazu braucht man aber Kontakte zu Menschen mit ähnlichen Interessen. HERZTAT vermittelt kostenlos ehrenamtlich agierende Patinnen und Paten für gemeinsame Treffen und Aktivitäten, um den Betroffenen eine herzliche Gemeinschaft zu bieten. Auch die ein oder andere Hilfe im Alltag kann gewährt werden. Das Motto ist: gemeinsam unterwegs – neue Wege gehen.
Roland Werner Herztat Stiftung C/. Bellavista H3, Palma. Tel.: 634 041 668 mallorca@herztat.de, www.herztat.de

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