Wer zu viel gekocht hat und die Lebensmittel nicht wegwerfen will, greift oft zu Alu- oder Frischhaltefolie. Will man Einwegprodukte vermeiden und Müll reduzieren, muss eine Alternative her. Eine Möglichkeit sind Bienenwachstücher. Sie sparen nicht nur Geld, sondern schonen auch die Umwelt und sind nicht zuletzt praktisch. Und das Beste: Es ist relativ einfach, sie selber herzustellen.

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Einpacken und abdecken von Lebensmitteln
Die Wachstücher werden im Prinzip wie Frischhaltefolie benutzt. Sie können Schüsseln, Brotdosen oder andere Behälter verschließen und schützen die Lebensmittel davor, zu schnell zu verderben. Grundlage des Tuches ist Bienenwachs. Dazu kommt Jojobaöl, um das Tuch geschmeidig und leichter formbar zu machen, sowie Kiefernharz für die Klebrigkeit. Für das Tuch sollte man ein nicht zu dickes Stück Stoff aus 100 Prozent Baumwolle verwenden. Zudem benötigt man einen Malerpinsel und etwas Pergamentpapier als Unterlage. Die Größe des Tuches kann ganz individuell bestimmt werden, je nachdem braucht man allerdings eine größere Menge an Bienenwachs.

Anleitung zum selber machen Für ein Wachstuch mit den Maßen 30 x 30 cm werden benötigt:
• 1 EL und 2 TL Bienenwachs (gerieben oder als Pastillen)
• 1 EL und 2 TL Kiefernharzpulver
• 1 TL Jojobaöl
Sind es 35 x 35 cm gelten folgende Mengen
• 1 EL und 2 1/2 TL Bienenwachs (gerieben oder in Form von Pastillen)
• 1 EL und 2 1/2 TL Kiefernharzpuluver
• 2 1/2 TL Jojobaöl

Will man ein größeres Stück Stoff bearbeiten, braucht man dementsprechend größere Mengen der Zutaten im gleichen Mischverhältnis. Zuerst sollte der Ofen mitsamt dem Backblech auf 80 Grad vorgeheizt werden. In der Zwischenzeit wird das Baumwolltuch auf die gewünschte Größe zugeschnitten. Das Backblech ermöglicht es später, den Stoff in Ruhe zu bestreichen, ohne dass das Wachs vorzeitig fest wird. Daher können auch ohne Probleme mehrere Wachstücher auf einmal hergestellt werden.
Die Zutaten für die Wachsmasse werden in einem Wasserbad bei niedrigen Temperaturen erhitzt. Dabei kann vor allem das Bienenwachs etwas länger brauchen, bis es schmilzt. Sind die Zutaten gut miteinander verrührt, wird das Backblech aus dem Ofen genommen und mit dem Pergamentpapier ausgelegt. Darauf kommt der Stoff, der mit der Wachsmischung bestrichen wird. Dabei sollte das gesamte Tuch gut abgedeckt werden. Allerdings sollte die Schicht auch nicht zu dick sein, da sich das Tuch sonst später nur schwer verformen lässt.
Nun kommt das Blech mit dem bestrichenen Tuch für etwa zwei Minuten in den Ofen. Wenn es herauskommt, sollte es nass aussehen – gibt es noch trockene Stellen, sollte das Tuch noch einmal dort mit etwas Wachs bestrichen werden. Dann muss das fertige Tuch kurz abkühlen, bevor es zum Aushärten mit Wäscheklammern an die Leine gehangen wird. Nun kann man es benutzen. Es könnte allerdings zu Beginn noch relativ klebrig sein. Nachdem man es eine Weile benutzt hat, lässt die Klebrigkeit allerdings nach.Nun kommt das Blech mit dem bestrichenen Tuch für etwa zwei Minuten in den Ofen. Wenn es herauskommt, sollte es nass aussehen – gibt es noch trockene Stellen, sollte das Tuch noch einmal dort mit etwas Wachs bestrichen werden. Dann muss das fertige Tuch kurz abkühlen, bevor es zum Aushärten mit Wäscheklammern an die Leine gehangen wird. Nun kann man es benutzen. Es könnte allerdings zu Beginn noch relativ klebrig sein. Nachdem man es eine Weile benutzt hat, lässt die Klebrigkeit allerdings nach.

Nur mit kaltem Wasser waschen
Für die vegane Variante kann auch pflanzliches Wachs wie Sonnenblumen-, Raps- oder Beerenwachs statt des Bienenwachses verwendet werden. Dabei muss man auf die verschiedenen Schmelztemperaturen achten. Rapswachs schmilzt bei ähnlichen Temperaturen wie Bienenwachs, Sonnenblumenwachs wird erst später weich und benötigt daher höhere Temperaturen im Backofen. Die Reinigung der Wachstücher ist einfach: In die Spülmaschine dürfen sie nicht, da dort das erstarrrte Wachs wieder schmelzen kann. Stattdessen wäscht man sie mit milder Seife und kaltem Wasser ab. Nach häufigem Gebrauch macht es außerdem Sinn, die Tücher ein wenig aufzufrischen. Sie können einfach mit neuem Wachs bestrichen werden, um die entstandenen Lücken zu füllen. Wer will, kann auch einen kleinen Beutel nähen und ihn mit dem Wachsgemisch einstreichen – In dem man zum Beispiel sein Pausenbrot transportieren kann.
Quelle: Deavita

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