Es ist Hochsommer, der Blumengarten zeigt sich in seiner vollen Pracht. Die Ernte von einigen Gemüsesorten beginnt und die Beerenobsternte hält noch an. Gerade während dieser Zeit braucht der Garten seinen Gärtner. Es müssen Unkräuter gejätet werden und bei Trockenheit heißt es gründlich zu wässern.

Hecken schneiden
Jetzt ist es bei den Hecken an der Zeit für einen Sommerschnitt. Für eine exakt geschnittene Hecke spannt man sich als Hilfsmittel einfach eine Schnur. In der Regel werden die Seitenwände der Hecke leicht quadratisch geschnitten, um einen trapezförmigen Querschnitt zu erhalten. Die Oberfläche kann dann rund oder gerade geschnitten werden. Lediglich bei sehr austriebswilligen Heckenpflanzen, beispielsweise Hainbuche oder Liguster, werden die Wände senkrecht geschnitten. Auf alle Fälle darf der Schnitt der Hecke jetzt nicht zu tief erfolgen, sie muss noch schön grün sein.

Rasen regelmäßig bewässern
Bei trockenem Wetter ist es notwendig, den Rasen ausreichend zu bewässern. Es ist bereits zu spät, wenn schon braune Flecken erscheinen. Wöchentlich sollte man 2 bis 3 mal den Rasen für 1 bis 2 Stunden beregnen. Das Wasser muss mindestens 15 cm in den Boden tief einsickern. Die geeignete Wassermenge liegt bei 10 bis 20 l / m². Die beste Zeit zur Bewässerung sind die Abendstunden oder ganz früh am Morgen. Bitte nicht während der Mittagszeit den Rasen beregnen, da das Wasser schnell verdunstet und es zu Verbrennungen an der Grasnarbe kommt. ABER: Auf Mallorca gibt es ein Wasserproblem, da sollte man kein Wasser verschwenden. Da heißt es abwägen.

Stauden zurückschneiden
Frühblühende Arten werden jzurückgeschnitten. Verwelkte Blüten sind nach der Blüte abzuschneiden, dadurch wird eine Neubildung von Blüten angeregt. Verschiedene Arten wie Lupine und Rittersporn blühen ein zweites Mal, wenn man sie in diesem Monat bis dicht über dem Boden zurückschneidet. Bei Pfingstrosen entfernt man nach der Blüte lediglich die verwelkten Blütenköpfe. Die Stauden müssen auf natürliche Weise absterben, weil es ein Teil ihres Reifeprozesses ist.
Zeit für ein- und zweijährige Pflanzen
Die meisten einjährigen Pflanzen sterben früher ab, wenn sie Samen bilden. Man entfernt jetzt rechtzeitig die verblühten Blütenstände, dann entwickeln sich die Pflanzen weiter und die Beete bleiben farbenprächtig. Bei sehr trockenem Wetter kann die Blütezeit durch reichliche Wassergaben noch verlängert werden. Wichtig ist jetzt auch, dass stark wachsende einjährige Pflanzen eine Stütze erhalten bzw. aufgebunden werden. Zudem besteht auch die Möglichkeit einer Aussaat in Saatkisten oder Saatbeeten. Wenn die Sämlinge dann eine entsprechende Größe erreicht haben, werden sie ins Freiland verpflanzt.

Sommerschnitt für Rosen
Regelmäßig müssen verwelkte Blüten entfernt werden. Dazu schneidet man sie mit einem, höchstens aber zwei darunterliegenden Blättern ab. In der Regel muss immer auf ein vollentwickeltes Laubblatt, an dem fünf Einzelblättchen sitzen zurückschneiden werden. In den Achseln der größeren Blätter sitzen schlafende Augen, die schnell wieder durchtreiben und einen Blütentrieb entwickeln. Den Schnitt setzt man schräg ungefähr 6 mm oberhalb eines Blatts an. Zudem ist eine ständige Kontrolle auf Blattläuse, Sternrußtau, Rost und Echten Mehltau und gegebenenfalls die Bekämpfung notwendig.
Obstbäume schneiden
Im Juli können bei Jungbäumen Konkurrenztriebe entfernt werden. Diese krautigen Triebe reißt man einfach an der Basis aus, so können sich keine neuen Nebentriebe mehr bilden, was bei einem Rückschnitt mit der Schere häufiger vorkommt. Bei älteren Bäumen schneidet man überzählige Jungtriebe im Kroneninneren heraus. Bei Kernobst wie Apfel und Birne kann eine Ausdünnung der Äste die Größe der Früchte noch beeinflussen, ebenfalls wird dadurch die Blütenbildung für das kommende Jahr gefördert.

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