Um den Sommer im blühenden und dicht gewachsenen Garten verbringen zu können, sollten im Frühling einige Vorbereitungen getroffen werden. Dazu gehört nicht nur das Pflanzen neuer Blumen und Unkraut jäten, sondern auch das Pflegen, Schneiden und Stutzen der bereits vorhandenen Gewächse und des Rasens.

Schneiden und Stutzen
Sträucher und Bäume sollten aktuell zurückgeschnitten werden. Das verhindert das Verholzen und anschließende Verkahlen der Pflanzen, da junge Triebe besser blühen und weniger krankheitsanfällig sind. Außerdem führt ein zu enges Gestrüpp zu Licht- und Sauerstoffmangel und schwächt damit sich und die umliegenden Pflanzen. Die Triebe und Äste können entweder teilweise oder komplett geschnitten werden. Letzteres führt zur Ausdünnung des Gewächses. Eine dritte Stutz-Technik ist der Radikalschnitt, bei dem die Pflanze so stark wie möglich gekürzt wird, um ein sehr starkes Austreiben herbeizuführen.

Umtopfen und Düngen
Topf- und Kübelpflanzen, die während der kälteren Jahreszeit innen waren, sollten ebenfalls um ein bis zwei Drittel gestutzt werden, um ein stärkeres Austreiben zu ermöglichen. Zudem wird empfohlen, die Pflanze umzutopfen, da eine frische, nährstoffreiche Erde zu ihrer Gesundheit und ihrem Wachstum beiträgt. Die komplette Verpflanzung ist dann notwendig, wenn der Wurzelballen keinen Platz mehr im bisherigen Kübel hat. Der neue Topf sollte so groß sein, dass vom Ballen bis zum Rand des Topfes ein bis zwei Zentimeter Platz ist. Zusätzlich zur frischen Erde sollte jede Topfpflanze, egal ob in einem neuen Kübel oder im alten, eine Düngerkur erhalten, um ihr Wachstum anzukurbeln und sie gegen Läuse und andere Krankheiten zu schützen.
Bodenproben bei Gemüse
Besonders Gemüsepflanzen entziehen dem Boden sehr viele Nährstoffe. Bevor das Beet neu aufgedüngt wird, kann eine Bodenprobe genommen werden. Wer seine Proben nicht direkt an ein Labor einsendet, kann über den Fachhandel die Nährstoffe in seiner Bodenprobe prüfen lassen. Rund eine Woche vor der Pflanzung neuer Gemüse-Setzlinge ist es ratsam, den Dünger einzubringen. Übrigens, Tomaten und Gurken sind echte Starkzehrer und benötigen sehr viel Stickstoff, dagegen zählen Bohnen und Erbsen zu den Schwachzehrern. Im Fachhandel werden viele verschiedene Gemüse-Jungpflanzen angeboten. Um selbst Gemüse-Samen aber auch Zierpflanzen auszusäen ist jetzt noch der richtige Zeitpunkt. Idealerweise verwendet man dazu spezielle Anzuchterde und Aussaatschalen, die mit einem passenden Deckel angeboten werden. Damit erhält man eine gespannte Atmosphäre, die zur gelungenen Keimung beiträgt. Empfindliche Aussaaten werden im Haus vorkultiviert. Robuste Sorten können auch direkt im Beet ausgesät werden.
Mehr als nur Mähen
Sobald der Rasen-Untergrund von der Frühlingssonne getrocknet wurde, sollte er gemäht und von Unkraut, Moos und anderen Störenfrieden befreit werden. Dies geschieht durch sogenanntes Vertikutieren. Dabei wird die Grasnarbe angeritzt und so überflüssiges Pflanzenmaterial, wie Moos und Unkraut, entfernt und der Boden belüftet. Die Anschaffung eines eigenen Vertikutierers ist nicht notwendig, da Baumärkte diese gegen kleines Geld verleihen. Nun ist der Rasen bereit, gedüngt (am besten mit stickstoffreichem Rasen-Volldünger) und nachgesät zu werden, damit das Grün im Sommer keine kahlen Lücken zeigt. Nach dem Aussäen sollte die Fläche drei bis fünf Wochen so wenig wie möglich betreten werden, damit die jungen Halme ungestört wachsen können.
Quellen: tdx, www.ihre-gaertnerei.de

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