Was tun, wenn ein Abriss droht?

Sie haben illegal gebaut oder ein Grundstück erworben mit illegalen Bauten, Anbauten, Swimmingpool? Hier einige Tipps, wenn der Abriss droht

Die Zahl der Abrisse illegaler Bauten auf Mallorca steigt von 2016 auf 2017 um 311%. Da heißt es als Betroffener schnell und strategisch zu reagieren. Hierüber informierte in 2018 der Amtsleiter der Agencia de Defensa del Territori de Mallorca, Tomeu Tugores. In Zahlen bedeutet dies ein Abrissanstieg von 26 in 2016 auf 81 in 2017. Oft betroffen sind auch illegal gebaute Schwimmbäder.

Rückbau ist angeraten
Bei zunächst 7 und künftig 14 Inspektoren ist fortan mit einem erheblichem Anstieg der Abriss- oder Rückbauzahlen illegal errichteter Gebäude oder Gebäudeteile auf Mallorca zu rechnen. Oft empfiehlt es sich, nach Prüfung der tatsächlichen Baurechtslage zur Reduzierung des Bußgeldes, welches regelmäßig höher angesetzt wird, als der illegal errichtete Baurechtswert, zeitnah den Rückbau einzuleiten, um auf diese Weise bis zu 90% des häufig hohen Bußgeldbetrages einzusparen.
Legalisierung bringt Vorteile
In die Legalität zurückzukehren empfiehlt sich im übrigen auch aus vielen anderen Aspekten. Der Immobilienverkaufswert steigt. Oft kann dann auch eine touristische Vermietungsgenehmigung beantragt werden. Praktische Problembewältigung ist hier also angezeigt, zumal künftig neben Luftaufnahmen mit begrenzter Detailerfassung von der ADT auch Drohnen eingesetzt werden. Mitunter kann noch durch Zukauf eines unbebauten Nachbargrundstückes die Legalität der Bebauung erreicht werden, wobei die Tür hierfür vom Gesetzgeber wohl auch bald geschlossen werden wird. Ist die Verjährungsfrist für „Bausünden“ bereits verstrichen, was bedeutet, dass seit dem 01.01.2010 keine bauliche Veränderung mehr vorgenommen wurde, empfiehlt es sich diese Rechtslage per Altbauerklärung im Grundbuch zu dokumentieren.

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