Weitere Stierkämpfe geplant

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Trotz vieler Proteste von Tierschützern fand nach zweijährigem Verbot am Freitas (09.08.19) in Palmas Arena der erste Stierkampf statt. Unter den Zuschauern, die den Auftritt der vier Star-Toreros um Morante de la Puebla und Julián López Escobar, genannt “El Juli”, verfolgten, waren in Spanien bekannte Politiker der konservativen Volkspartei PP. Die PP des ehemaligen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy war es gewesen, die die Aufhebung das richterlichen Tötungsverbots für Stiere initiiert hatte.

Mit Mallorca fiel eine der letzten stierkampffreien Bastionen Spaniens. Die Kanaren sind die einzige Region, in der noch eine Art Stierkampfverbot gilt. Auf den Atlantikinseln gibt es im Gegensatz zu Mallorca aber auch keine Tradition dieses Schauspieles und kaum Interesse daran, der letzte Stierkampf fand dort 1984 statt.

Ebenso umstritten wie der Stierkampf selbst war am Freitag das Abspielen der faschistischen Hymne „Cara al Sol“ der Franco Bewegung über die Lautsprecher der Arena. Die spanischen Nationalisten verfolgten den Stierkampf mit Zwischenrufen „Viva España”. Insgesamt acht Stiere ließen in der Arena an diesem Tag ihr Leben. Der nächste Stierkampf ist für den 03.09. in Muro angesetzt. Die Tierschutzvereinigung ICA Animalista und weitere Tierschutzorganisationen rufen diesbezüglich in den sozialen Medien zu Protesten auf.

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