Über 50.000 Palästinenser im Gaza-Krieg getötet, sagt Hamas-geführte Behörde.

Die Anzahl der während des Krieges im Gazastreifen getöteten Palästinenser hat laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde am Sonntag die Marke von 50.000 überschritten.

Die Zahlen, die nicht zwischen Kämpfern und Zivilisten unterscheiden, können nicht unabhängig überprüft werden.

Internationale Organisationen wie die UN halten sie jedoch größtenteils für glaubwürdig.

Der Konflikt wurde durch den Angriff der palästinensischen militanten Gruppe Hamas und verbündeter extremistischer Gruppen auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst.

Rund 1.200 Menschen wurden getötet und mehr als 250 Israelis im Gazastreifen als Geiseln genommen.

Ein sechswöchiger Waffenstillstand trat im Januar in Kraft, aber Israel hat in dieser Woche seine Angriffe wieder aufgenommen, wobei seitdem Hunderte von Palästinensern getötet wurden.

Laut einem Medienbericht vom Sonntag wurden bei frischen israelischen Angriffen im südlichen Gazastreifen rund 30 Menschen getötet.

Die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA berichtete über verschiedene Angriffe, darunter Drohnenangriffe, in den Gebieten Rafah und Khan Younis. Unter anderem wurden Wohngebäude und ein Fahrzeug angegriffen.

Die israelische Armee hatte zuvor die Bewohner des Stadtteils Tal al-Sultan in Rafah gewarnt, dass sie „eine Offensive gegen terroristische Organisationen“ starten würden.

Die Bewohner wurden aufgefordert, die Kampfzone zu verlassen. Videos kursierten in den sozialen Medien von Menschen, die zu Fuß aus Rafah flohen, einige von ihnen schwer beladen und mit kleinen Kindern.

Hamas bestätigt Tod eines ranghohen Führers

Ein ranghoher Hamas-Vertreter wurde bei einem israelischen Luftangriff im südlichen Gazastreifen getötet, berichtete die palästinensische militant Gruppe am Sonntag.

Die islamistische Organisation bestätigte den Tod von Salah al-Bardawil, einem Mitglied ihres Politbüros, in einem Beitrag auf ihrem Telegram-Kanal.

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Hamas sagte, al-Bardawil und seine Frau seien „bei einem hinterhältigen zionistischen Attentat“ in seinem Zelt in al-Mawasi, einem Gebiet im Gazastreifen, das als humanitäre Zone ausgewiesen ist, getötet worden.

Palästinenser inspizieren die Trümmer und Trümmerstätten der israelischen Angriffe in der Nacht zuvor im Flüchtlingslager Nuseirat. Moiz Salhi/APA Images via ZUMA Press Wire/dpa

Palästinenser inspizieren die Trümmer und Trümmerstätten der israelischen Angriffe in der Nacht zuvor im Flüchtlingslager Nuseirat. Moiz Salhi/APA Images via ZUMA Press Wire/dpa

Palästinenser tragen einen Leichnam, den die Zivilschutzkräfte unter den Trümmern eines von einem israelischen Luftangriff zerstörten Hauses hervorgezogen haben. Abed Rahim Khatib/dpa