Wie man Wände schmückt, ohne Löcher zu bohren

Bilder, Fotos, Wandteppiche – es gibt kaum leere Wände in Wohnungen. Und das ist auch gut so, denn all dies schafft Atmosphäre. Aber wer etwas aufhängen will, verursacht im Prinzip Löcher für die Befestigungshaken. Und wer seine Wohnung mit vielen Bildern dekorieren will, macht viele Löcher. Wer dann seine Bilder umhängen bzw. gegen kleinere austauschen will, sieht zwangsweise die alten Löcher. Nicht schön! Deshalb gibt es nicht wenige Menschen, die aus Scheu vor diesen Löchern selten oder nie die Wanddeko ändern. Oder aber, weil sie wissen, dass in der Wand kein Nagel stecken bleibt. Aber es gibt Alternativen!

Kleber-“Nägel”
Eine der beliebtesten und leistungsfähigsten Optionen sind die Klebenägel, die entworfen wurden, um sie an lackierten Wänden, Rauhfaser- und Gipswänden oder auf Fliesen zu nutzen. Jeder “Nagel” kann etwa zwei Kilo Gewicht tragen und man kann seine Größe an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen.

Doppelseitiges Klebeband 
Das Klebeband ist eine weitere beliebte Lösungen. Nicht nur, weil man so auf den Bohrer verzichten kann, sondern auch, weil es transparent und nach Ansicht des Erfinders wiederverwendbar ist. Man muss es nur waschen und an der frischen Luft oder mit einem Trockner trocknen lassen. Es eignet sich für alle Arten von Oberflächen, aber sehr schwere Gegenstände kann man damit nicht befestigen. Ebenfalls zu empfehlen: das Spiegelklebeband. Beides funktoniert weniger bei Putz oder (Raufaser-)Tapete.

Nutzen Sie Kommoden, Tische, Regale und Leitern
Wer es vorziehen möchte, jegliches Risiko zu vermeiden und die Wände zu hundert Prozent klebfrei zu halten, kann einfach Regale und Möbel neben einer Wand als Stütze nutzen. Eines der häufigsten Motive auf Instagram und Pinterest sind Holzregale und -treppen, dekoriert mit Rahmen und Plakaten.

Verwendung von Haltern und Staffeleien
Sie sind eine ideale Methode, um auf Möbeln aufgestellte Bilder zu halten, so dass der Rahmen immer an Ort und Stelle bleibt. Um so unbemerkt wie möglich zu bleiben, entscheiden Sie sich für einfache, neutrale Aufsteller. Eine Alternative sind Maler-Staffeleien, die auch jenseits von Möbeln oder stützenden Wänden im Raum stehen können.

Auf dem Boden
Was tun, wenn Sie keine der Optionen überzeugt? Dann bleibt Ihnen der Boden mit der Wand als Stütze. Das kann bei größeren Bildern gut funktionieren – und sieht auch attraktiv aus. Damit integriert man Raumzonen außerhalb der konventionellen Blickachsen auf Bilderrahmen und verändert zusätzlich die Perspektive auf die gerahmte Arbeit. 

Mit diskreten Löchern: Galerieschiene
In Museen oder Galerien ist sie schon ein Klassiker, aber in Privathaushalten sieht man sie noch selten: die Galerieschiene. Damit lassen sich Bilder wunderschön an eine Wand bringen, speziell wenn man mehrere Bilder drapieren will. So eine Bilderschiene trägt ca. 30 kg pro Meter. Man montiert sie einmalig oben an der Wand oder Decke. Der sichtbare Teil der Wand bleibt unversehrt und die Befestigungslöcher “verschwinden” hinter der Schiene. Sobald die Schiene hängt, kann man seine Bilder beliebig oft auf und wieder abhängen, denn sie hängen an Schnüren mit variabler Länge samt Aufhängehaken, die einfach in das Schienensystem integriert werden können.

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