Wo bleiben Respekt und Empathie?

Corona – eine neverending story, die viel einfacher zu ertragen wäre, wenn alle an einem Strang ziehen würden. Denn eins ist klar: eine “Nebenwirkung” dieses Virus ist ganz eindeutig die steigende Dummheit und Ignoranz der Menschen sowie der Werte-Verfall – von den nervigen Corona-Leugnern mal ganz abgesehen. Wir könnten alle miteinander viel besser dastehen, wenn ALLE die wenigen wichtigen Regeln befolgen: Abstand halten und Mund-Nasen-Maske tragen. Auch Respekt vor dem anderen Menschen, Verantwortung und Empathie sind vielen unbekannt. Noch nie hat das Fehlverhalten einiger, dennoch zu vieler Menschen das Leben der anderen so drastisch benachteiligt und eingeschränkt. Die Dummen verursachen durch ihr Verhalten (keine Maske, kein Abstand, Gruppentreffen etc.) höhere Fallzahlen. Dies führt zwangsläufig zu stärkeren Maßregelungen der Regierungen. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez meinte jüngst, es sei das Verantwortungsbewusstsein und die Disziplin eines jeden Einzelnen gefragt. Sonst müsse man wieder härtere Maßnahmen ergreifen…

Vernünftig gegen Doof

Aber auch wenn ein Großteil der unvernünftigen Party-People jüngere Menschen sind, hilft es nicht, alle Schuld auf Garagenparty-Feiernde zu schieben. Wie Oliver Welke in der ZDF heute Show vor zwei Wochen zum Thema sagte: “Partys sind garantiert Teil unseres Problems, keine Frage. Trotzdem ärgerlich, wie manche Politiker die Jugend insgesamt als Corona-Bösewicht stigmatisiert. In Wirklichkeit geht’s hier doch nicht um Jung gegen Alt, sondern um Vernünftig gegen Doof. Kommt beides in allen Altersgruppen vor.” Wohl wahr!

Hilfe tut Not!

Die Folge: Unmut macht sich breit. Trotzreaktionen häufen sich, aber vor allem bedeutet dies die Verarmung vieler, die es sich nicht leisten konnten, in früheren “normalen” Zeiten etwas auf die hohe Kante zu legen. Der Winter, generell eine schwierige Zeit für all jene, die direkt oder indirekt vom Tourismus leben, sei es als Selbständiger oder als Angestellter, wird schwer für viele. Auch deshalb ein Appell: Bitte kaufen Sie möglichst nichts bei international aufgestellten großen Internet-Anbietern, sondern bei lokalen Firmen. Wir müssen Amazon & Co nicht noch reicher machen, als sie ohnehin sind. Aber wir können dafür sorgen, dass kleine lokale Geschäfte überleben werden. Und spenden Sie den Hilfsorganisationen wie Tardor (aktuell helfen dort auch viele Köche der Vereinigung ASCAIB unter Vorsitz von Starkoch Koldo Royo), SOS Mamas, Si oder Hope, die sich um Menschen in Not kümmern.

Hilfe auch für Hunde

Nathalie Korcz – die Kölnerin betreibt mit ihrem Partner die Finca Can Corem nahe Campos mit Gästezimmern, organisiert Events und sang früher in einer Band – hat ein Herz für Tiere, speziell für Hunde. Deshalb hat sie seit Ende Oktober ein neues Livestream-Programm gestartet. Unter www.cancoremlive.com stellt sie in Kooperation mit der Tierschutzorganisation FAAM (Mallorca Tierrettung e.V.) jeden Freitag um 17 Uhr Hunde vor, die man aufnehmen kann (Sendung ist auch jenseits dieser Zeit zu sehen). Gute Idee!

US President Donald Trump (L) and Democratic Presidential candidate and former US Vice President Joe Biden

Der Blick über den großen Teich

Bald ist es soweit, in den USA sind Wahlen. Unser Super-Corona-Besieger gegen einen etwas zu alten, aber dennoch aufrechten Joe Biden, dem seine toughe Vize-Präsidentin in spe, Kamala Harris, den Rücken stärkt. Man kann nur hoffen, dass die mannigfaltigen Verfehlungen, Lügen und Intrigen eines Trump zumindest die schwankenden Wähler davon abhalten ihm ihre Stimme zu geben, damit die Welt keine weiteren vier Jahre mit Trump leben muss.

Martina Zender

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